Q&A Häufig gestellte Fragen im Programm Stoffwechsel in Balance bei Diabetes Typ 2

 

GLUTAMAT ist für Typ 2 Diabetiker nach dem heutigen Stand des Wissens nicht schädlicher als für gesunde Menschen. Zu beachten ist eventuell eine mögliche Appetitanregung. In gebräuchlichen Mengen dürfte das kein Problem sein.

BLUTZUCKERANSTIEG NACH MAHLZEITEN Der Blutzucker sollte grundsätzlich zwei Stunden nach einer Mahlzeit wieder bei 140 bis 180 mg/dl sein. Hier ist es wichtig, die eigenen ärztlich festgelegten Ziele zu kennen.

HbA1c-WERT gibt den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 2-3 Monate an. Blutzuckerspitzen sind hier nicht ersichtlich. Das ist die Unschärfe an dem Wert. Unter 5,7 % gelten als gesund, 5,7 – 6,4 % deuten auf Prädiabetes hin, Werte ab 6,5 % diagnostizieren Diabetes.

MESSEN Bettkantenmessung Der Nüchternblutzucker wird noch sitzend im Bett gemessen, da sich durch das Aufstehen und Aktivsein ein höherer Wert ergibt. (Cortisolausschüttung)

MESSEN und ESSEN Gemessen wird vor dem Essen, um die Ausgangslage zu erfassen, eine Stunde nach Beendigung der Mahlzeit, um den Höchstanstieg zu sehen und zwei Stunden nach Beendigung der Mahlzeit als endgültiges Ergebnis. 

DAWN-PHÄNOMEN beschreibt einen natürlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels in den frühen Morgenstunden. Dieses Phänomen tritt bei Diabetes häufig auf. Ursache: Der Weckruf des Körpers über Hormonausschüttung. Bei Diabetikern ist die Regulation oft irritiert und ein hoher Nüchternwert bei besseren Tageswerten sollte mit dem ärztlichen Diabetesteam besprochen werden.

HAFERTAGE sind eine dreitägige Kuranwendung zur Verbesserung der Insulinresistenz. 

HOMA-INDEX ist ein Laborwert zur Bestimmung der Insulinresistenz. Er dient als Frühwarnsystem für eine beginnende Stoffwechselstörung. Ein Wert bis 1,9 wird derzeit als gesund angesehen.

C-Peptid ist ein Laborwert, um die körpereigene Insulinproduktion zu beurteilen. Hier wird abgeklärt, ob bzw. wie gut die Bauchspeicheldrüse noch arbeitet in Bezug auf die Insulinproduktion.

BEWEGUNG ALS „GRATISINSULIN“ Muskelarbeit verbrennt Zucker, auch ohne Insulin. Schon 15 Minuten Spaziergang innerhalb von 30 Minuten nach dem Essen senken die Spitze deutlich. (Postprandialer Peak)

TAGESPROTOKOLL Ihr Ärzteteam kann Ihnen besser helfen, wenn Sie einen Tag pro Woche ein komplettes Tagesprotokoll anfertigen und dieses dann vorlegen. Gemessen wird nüchtern als Bettkantenmessung und danach werden die Werte bei jeder Mahlzeit dokumentiert wie in MESSEN UND ESSEN beschrieben.

GLUKOSETRICK bedeutet, vor jeder Mahlzeit Gemüse oder Salat mit Essig zu essen. Das bremst die Aufnahme des Zuckers aus der Nahrung wie ein „leicht undichter Badewannenstöpsel“. Ihr Blutzucker steigt dann nicht so rasant an. Die Reihenfolge spielt hier eine Rolle. Erst Salat und Gemüse, dann die Proteine, dann die kohlehydrathaltigen Stärkebeilagen.

BABYSCHRITTE vermeiden Diabetes-Burnout. Verändern Sie Ihr Verhalten stetig in die richtige Richtung, aber in ganz kleinen Schritten. Ein wohlwollender Blick auf sich selbst ist eine Voraussetzung für ein gutes Leben. Mit oder ohne Diabetes Typ 2.

MÜDIGKEIT am Tag ist vielen Menschen mit Diabetes Typ 2 bekannt. Sowohl ein zu hoher Blutzuckerspiegel als auch zu niedriger können müde machen. Müdigkeit ist häufig, aber nicht normal, sondern eher ein Zeichen schlechter Blutzuckereinstellung. Messen Sie bei auffälliger Müdigkeit und besprechen Sie das mit Ihrem Ärzteteam.

SÜSSHUNGER kann ein Zeichen von fehlenden Nährstoffen sein. Oft hört das auf, wenn genügend Eiweiß gegessen wird. Auch Bittertropfen aus der Apotheke können gegen übermäßigen Süßhunger helfen. 

BALLASTSTOFFE fungieren bei Menschen mit Diabetes Typ 2 als Blutzuckerbremse, da sie die Aufnahme von Kohlenhydraten in das Blut verzögern. Der Blutzucker wird stabilisiert, die Insulinwirkung verbessert und eine längere Sättigung hilft bei der Planung der Nahrungsaufnahme. Nebenbei senken sie das LDL-Cholesterin und unterstützen eine gesunde Darmflora. (z.B. Flohsamenschalen)

MAGNESIUM ist für Menschen mit Diabetes Typ 2 ein sehr wichtiger Mineralstoff, da er die Insulinsensitivität der Zellen erhöht. Oft kommt es gerade hier zu einem Mangel, da der Mineralstoff bei überhöhtem Blutzuckerspiegel vermehrt über den Urin ausgeschieden wird. Dabei wird er so dringend gebraucht zum Schutz vor Folgeschäden und für das Herz-Kreislauf-System. 

ZINK wie Magnesium

NÄHRSTOFFAPOTHEKER/INNEN können Sie gut beraten, wenn Sie unsicher sind, ob und was Sie supplementieren möchten. Ich empfehle Frau Mag. Pinter, Raphael Donner Apotheke in Wien Essling www.rd-apotheke.at .

ERNÄHRUNGSBERATUNG ist ein Beruf, der ein Studium voraussetzt. Ich empfehle Frau Mag. Petra Leitgeb www.petraleitgeb.at .

STOFFWECHSELTYPBESTIMMUNG kann hilfreich sein. Hier wird Ihr ganz persönlicher Stoffwechseltyp bestimmt. Sie bekommen ganz genaue Empfehlungen, es gibt eine Online-Fragestunde und sehr gute Betreuung. www.qiboli.com

 

 

 

 

 

 

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